Tagebuch meiner Depression

Das Bild zeigt mein Buch mit dem Titel: Keine Angst vor dem Scheitern. Tagebuch meiner Insolvenz, Tagebuch meiner Depression

Vor einigen Jahren erkrankte ich an einer schweren Depression. Sie hätte mir beinahe das Leben gekostet. Nur durch Zufall und viel Glück sind meine Suizidversuche gescheitert. Wenn das Leben so weht tut, dass man es nicht mehr ertragen kann, man aber gleichzeitig zugeben muss, dass es einem nicht gelingt, ihm ein Ende zu bereiten, ist man ganz unten angekommen.

 

Erst in diesem Moment - viel zu spät - habe ich mich entschieden, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich mir viel Leid erspart. Dieses Wissen will ich mit meinem Buch weitergeben.Es zeigt, welche Fehler ich im Umgang mit meiner Depression gemacht habe.

 

Das Buch geht unter die Haut, denn es gibt Einblick in mein Tagebuch, dem ich meine Gedanken, Ängste und Hoffnungen anvertraut habe - auf dem Weg in die Depression und auf dem Weg zurück ins Leben. 



Meine Erfahrungen mit Depression

Die Abbildung auf der linken Seite ist ein Objekt aus der Fortbildungsserie „Moodvernissage“. Ich hatte das Konzept etwa 10 Jahre vor meiner eigenen Depression zusammen mit dem Psychiater Prof. Dr. Hans-Peter Volz entwickelt. Die Fortbildungsserie sollte Hausärzte für das Thema Depression sensibilisieren. Statt eines klassischen Vortrags wurden die Teilnehmer:innen durch eine interaktive Ausstellung geführt und konnten so das Thema im wahrsten Sinne des Wortes besser „be-greifen“.

 

"Hirn. Belagert" steht für die für andere sichtbaren Symptome einer Depression. Obwohl ich mich also mit dem Krankheitsbild der recht gut auskenne, habe ich alle Fehler gemacht, die man im Umgang mit der Erkrankung nur machen kann. Die Einträge in mein Tagebuch zeigen, wie sich das Denken mit zunehmendem Schweregrad verändert und wie man nach und nach die Kontrolle über sein Denken verliert - und letztendlich auch über sein Handeln. Denn die Folge der Verschleppung der Depression und meiner Versuche einer Selbstmedikation in dem Moment, wo ich sie nicht mehr ignorieren konnte, waren mehrere Suizidversuche.

Auch in der Klinik habe ich mein Tagebuch weitergeführt, und so zeugen die Einträge davon, wie sich der Geist Schritt für Schritt von den Dämonen befreit und wieder neuen Mut schöpft. Diesen Mut will ich mit meinem Buch an alle weitergeben, die gerade auf dem Weg in die Depression sind oder ohne Hoffnung auf den Weg blicken, der vor ihnen liegt.

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